„Was wir vom Tod lernen könnten, um erfüllt zu leben“ lautet der Untertitel.
Eine sehr inspirierende Lektüre, die viel Stoff zur Reflektion bietet. Angesichts unserer Endlichkeit ermutigt es uns, nicht zurückhaltend mit unseren Träumen und Idealen umzugehen.
Was sind diese fünf Einladungen:
1) Warte nicht
2) Heiße alles willkommen, wehre nichts ab
3) Gib dich ganz in die Erfahrung Gib dich ganz in die Erfahrung
4) Finde mitten im Chaos einen Ort der Ruhe
5) Kultiviere den Weiß-nicht-Geist
Klingt ja immer sehr spirituell und heroisch. Was bedeutet das in unserem Leben? Was können wir tun um diese Einladungen anzunehmen, zu leben!?
Warte nicht, heißt unser Leben, das was uns wichtig ist, nicht auf später zu verschieben. Wir entstehen und vergehen eigentlich ständig, auch, wenn wir uns als stabil, dauerhaft empfinden (möchten). „Ich bin“, alles danach begrenzt unsere Möglichkeiten und zugleich müssen wir mit dem sein, was unser Leben aus uns gemacht hat.
Heiße alles willkommen, wehre nichts ab, ist ganz schön anspruchsvoll. Schlucken wir alles, weil wir ja so spirituell sind oder begehren wir auf!? Wie begegnen wir dem was uns zustößt!? Gegenwärtig zu sein für das ganze Spektrum des Lebens üben wir in der Achtsamkeitsmeditation. Uns mutig den Höhen und Tiefen unseres Daseins zu stellen, und zu lernen, unser menschliches Potential zu entwickeln.
Die Vergänglichkeit ist eine wesentliche Wahrheit die ins Gewebe unserer Existenz eingewebt ist. Sie ist unausweichlich, völlig natürlich und unsere beständigste Gefährtin.
Gib dich ganz in die Erfahrung, sei du selbst, aber wer bin ich!? Wie erkennen wir wer wir sind im Angesicht all der Ideen, Konzepte, Angebote die uns tagtäglich vorgesetzt werden. Oft haben wir das Gefühl, wir sollten irgendwie anders sein, das passt so nicht, ich wäre lieber wie……..Was bewundern wir an Menschen? Was sind unsere Vorbilder? Können wir uns in unsere Erfahrungen geben, ohne zu viele Vorstellungen, können wir einfach mit dem sein was los ist!?
Wohlwollen rettet uns davor irgendeine Manifestation des Universums abzuwerten. Eine Stubenfliege oder eine Spinne sind Mysterien jenseits unseres Vorstellungsvermögens. Um wie viel mehr ein menschliches Wesen? Wir werden von dem gleichen erschaffen das auch unsere Feinde erschafft. Es ist unsere Aufgabe auf Erden das im Auge zu behalten und damit klarzukommen, dass es auf einer bestimmten Ebene immer „wir“ sind.
Peter Coyote
Finde mitten im Chaos einen Ort der Ruhe. Diesen Ort müssen wir hegen und pflegen. Wir brauchen Momente, Zeiten des Innehaltens, um nicht von den Eindrücken einer immer schneller rasenden Welt hinweggespült zu werden. Wir können lernen zu vereinfachen, präsent zu sein, um zu bemerken, wenn wir über unsere Grenzen gehen, uns und anderen schaden. Können wir der Stille vertrauen, können wir das Nicht-Tun zur Tugend erheben!? Pausen, Lücken, Müßiggang geschickt eingesetzt verschaffen uns einen anderen Blick aufs Leben.
Kultiviere den Weiß-nicht-Geist. Das fällt schwer, wir wollen ja nicht doof dastehen, wir wissen Bescheid, kenn ich, hab ich, weiß ich. Aber geht es darum oder nicht eher um eine Neugier auf alles was auftaucht. Entspannt es nicht ungemein, zuzugeben, dass wir etwas nicht wissen!? Wir können frisch rangehen, mit einem Anfängergeist, wie es Suzuki Roshi nannte. Gerade im Alter geht das „Demenz-Gespenst“ um, nicht zu wissen wer man ist und was Sache ist, ist der Alptraum von vielen. Wenn ich kein festes Selbstbild habe, ist es dann echt so schlimm!? Ich weiß es nicht.
Vorgefasste Meinungen und Gewohnheiten schalten das Denken aus und fördern ein Leben auf Autopilot. Fragen fördern einen offenen Geist und sind Ausdruck eines lebendigen Menschseins. Eine gute Frage hat Herz und entsteht aus der tiefen Liebe heraus, erkennen zu wollen, was wahr ist. Wir werden nie wissen, wer wir sind und warum wir hier sind, wenn wir uns die unbequemen Fragen nicht stellen.