Wir alle wollen glücklich sein, möglichst andauernd und ohne Rückschläge. Wie geht das? Was braucht es dazu? Was bedeutet Glück für uns?
Ist Glück, wenn wir erfolgreich sind, alles gut läuft, wir beliebt sind, reich oder……..
Wir machen wir uns glückstauglich (wie der Dharma-Lehrer Akincano es gerne ausdrückt)?
Ist Glück eine Aneinanderreihung von Höhepunkten, Wohlbefinden ohne Ende, Momente der Ekstase, Sorglosigkeit!?
In der Meditation üben wir mit allem zu sein was auftaucht. Da sind Körperempfindungen, Gefühlstönungen (angenehm, unangenehm, weder noch eindeutig), Emotionen, Gedanken u.v.m. Wir lassen alles kommen (idealerweise und zuerst sicher widerstrebend) und wieder gehen (außer wir halten es irgendwie fest, indem wir es mögen oder abwehren). Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit uns die ganze Show anzusehen.
Auf unserer Suche nach Glück stellen wir jedoch oft fest, dass unsere Lage sich ganz anders entwickelt, als wir es erwartet haben. Diese Erfahrung machen wir, weil alles in dieser Welt aufgrund von etwas anderem geschieht. Mit anderen Worten, nichts existiert unabhängig.
Es gibt Erfahrungen die wir gerne machen und am liebsten behalten möchten. Auf andere Aktivitäten von Geist, Herz, Körper würden wir liebe verzichten, aber da sind sie nun mal. Eine große Offenheit für das was in und vor uns erscheint, geben wir uns die Chance dass, das Leben uns tief berührt. Der Versuch das Unangenehme draußen (wo immer das sein soll) zu lassen und nur das Angenehme an uns ranzulassen bringt meistens mit sich, dass wir Teile von uns verschließen müssen, dass sie unzugänglich werden. In der buddhistischen Meditationspraxis lernen wir, oft unter Schmerzen, dass es Unwohlsein, Unzufriedenheit, Stress, Angst und viele von ihren Kollegen gibt, aber auch, dass sich alles ändert, in welcher Richtung ist oft unklar. Wir hätten das gerne unter Kontrolle und verwenden eine Menge Zeit darauf, aufzupassen, dass wir das Unangenehme abwehren und am Angenehmen dranbleiben. Wir geben uns da echt Mühe, mit Erfolg!?
Sei in diesem Moment glücklich, das ist genug. Wir brauchen nicht mehr, als diesen Moment.
Herz und Geist zu öffnen braucht viel Mut, macht uns berührbar und verfügbar für die gesamte Bandbreite an Erfahrungen die das Leben uns bietet. Wir nehmen den „einen Sitz“ ein und sind präsent, können dadurch lernen, dass man die Tatsachen des Lebens (Schwierigkeiten gibt es, alles ist vergänglich und wir sind nicht der Bestimmer) besser zur Erkenntnis nimmt und akzeptiert. Wenn wir uns scheuen mit unserer Unzufriedenheit zu sein, wird es uns vermutlich auch schwer fallen uns von der Fähigkeit zu Freundlichkeit, dem Mitgefühl, der Freude tief berühren zu lassen. Es wird uns dann wohl auch an der Gelassenheit mangeln, um die Achterbahnfahrt des Lebens engagiert mitzumachen.
Wir üben in der formellen Meditation nicht wegzulaufen vor Schmerz oder echtem Glück, aber, wie man im Reisegeschäft sagen würde, es geht nur „all inclusive“. In der Stille und Abgeschiedenheit eines Meditationsretreats können wir damit spielen und eigene Erfahrungen machen. Wohl an, es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.
Nur die Entwicklung von Mitgefühl und Verständnis für andere kann uns die Ruhe und das Glück bringen, die wir alle suchen.