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Die Zehn Fesseln - Hindernisse und Wegmarken zur Befreiung

Willkommen auf dieser Reise zum Verständnis der Zehn Fesseln. Im Kern der buddhistischen Lehre (Dhamma) liegt der Pfad zur Befreiung aus dem leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten, dem Saṃsāra. Die Zehn Fesseln sind ein zentrales Konzept, um diesen Weg zu verstehen. Sie beschreiben tief verwurzelte psychologische und existenzielle Hindernisse, die dich – wie alle Lebewesen – an diesen Kreislauf binden und das Erreichen der endgültigen Befreiung, Nibbāna, verhindern. Hier erfährst du, was diese Fesseln sind und warum ihr Erkennen, Verstehen und schrittweises Überwinden ein so wesentlicher Teil der buddhistischen Praxis ist.

Die Fesseln sind wie mentale Verstrickungen oder tief sitzende Gewohnheiten, die deinen Geist binden und gefangen halten.

Zitat aus der Schatztruhe des Palikanon

 

Es ist gut diese Fesseln zu kennen, aber nur durch Meditation können wir sie lösen. Stellen sie in unserer Erfahrung überhaupt ein Problem dar? Wenn ja, welche Fesseln in welcher Form? Möchten wir sie überhaupt auflösen!?

 

Persönlichkeitsglaube - Falsche Ansicht eines permanenten, unabhängigen Selbst oder einer Seele in den fünf Daseinsgruppen (Khandha). Eine der größten Herausforderungen, anzuerkennen, dass das was wir uns zusammengebaut haben einem steten Wandel unterliegt und wir es ständig aktualisieren müssen, nix Festes, Berechenbares.

 

Zweifel, Zweifelsucht - Lähmender Zweifel am Buddha, seiner Lehre (Dhamma), der Gemeinschaft (Saṅgha) oder dem Übungsweg. Kritisches Hinschauen ist wichtig, ein ständiges Infragestellen während wir mitten in einer, üblicherweise schwierigen Phase stecken nützt niemandem etwas. 

 

Hängen an Regeln & Riten - Glaube, dass bloße Regeln, Rituale oder äußere Praktiken allein zur Befreiung führen, ohne inneres Verständnis oder ethische Motivation.

Mach es so und so, dann passt es schon, wenn es so einfach wäre, einem allgemeingültigen Regelbuch zu folgen……

 

Sinnliches Begehren - Gier und Anhaftung an angenehme Sinnesobjekte und Erfahrungen in der Sinnenwelt.

Ich will, also bin ich. Begehren ist der Treibstoff, der mich vorwärts drängt und es ist einfach nie genug.

 

Groll, Übelwollen – Hass, Ärger, Widerwille oder Feindseligkeit gegenüber unangenehmen Erfahrungen, Personen oder Objekten.

Die miesen Gefühle schaden mir mehr als allen anderen und zusätzlich ist es echt unangenehm, ein Ansporn sie sein zu lassen.

 

Begehren nach Form – Verlangen nach Wiedergeburt in feinstofflichen Formwelten, oft verbunden mit Anhaftung an meditative Errungenschaften.

Oh, das war eine fabelhafte Sitzung, weit, weit weg von hier. So soll es sein.

 

Begehren nach Formlosem – Verlangen nach Wiedergeburt in den formlosen Welten verbunden mit Anhaftung an sehr subtile meditative Zustände.

Nichts wie raus hier, nächster Halt Nirvana. Dieser unglaubliche Frieden, das muß es sein.

 

Dünkel, Stolz – Subtile Einbildung oder Stolz bezüglich der eigenen Person, Fähigkeiten oder spirituellen Fortschritts (Über-, Unter-, Gleichheitsdünkel).

Ich bin besser, schlechter, gleich gut, auf jeden Fall im Wettbewerb mit jemandem. Ich bin ich, weil du du bist.

 

Aufgeregtheit, Unruhe - Geistige Rastlosigkeit, Zerstreutheit, innere Aufgewühltheit, die Konzentration und Klarheit verhindert.

Ich explodiere gleich auf meinem Meditationsplatz, wenn das bloß schon vorbei wäre, ich muß noch…..wo war ich noch gleich!?

 

Unwissenheit - Fundamentales Nicht-Wissen der Vier Edlen Wahrheiten, der wahren Natur der Realität (Anicca, Dukkha, Anattā) und des Bedingten Entstehens.

Nichts verändert sich, wenn was schief läuft ist das meine eigene Schuld, Ich bin ich und das bleibt so, ich sitze hinter meiner Stirn und schaue hinaus auf mein Leben.

 

Die wahre Bedeutung erschließt sich erst durch die eigene Praxis: durch Meditation, ethisches Handeln und die direkte Erfahrung im eigenen Geist. Die Lehre muss gelebt, der Pfad beschritten werden, um die Fesseln wirklich zu durchschauen und zu überwinden. Das soll eine Landkarte und Inspiration sein. Let it be......aber macht das sinn für mich!?

 

Möge ich die Kraft haben die Dinge zu verändern, die ich verändern kann, die Geduld zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann und die Weisheit, den Unterschied zwischen den beiden zu erkennen.

Franz von Assisi

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