Unser Leben ist unsere Botschaft.
Als erstes suchen wir einen spirituellen Weg der zu uns passt, überzeugen uns davon, dass er in eine wünschenswerte Richtung geht und wir
ihn erst einmal, theoretisch und vom Bauchgefühl, bejahen und ausprobieren können.
Retreat und intensive Praxis sind sehr inspirierend, aufschlussreich und spannend. Wir üben in einer geschützten Umgebung, unterstützt von liebevollen Menschen, wenig unnötiger Lärm, keine Alltagsaktivitäten, wir werden versorgt, herrlich. In diesem Umfeld haben wir die Möglichkeit zu vereinfachen, zu verlangsamen, um unsere innere Mechanik besser zu verstehen, um zu sehen wie wir uns Schwierigkeiten machen, diese verstärken, weil wir gegen die Wirklichkeit wie sie ist rebellieren.
Wir entwickeln Achtsamkeit und Gewahrsein, echtes Interesse, wir klären unsere Motivation im Vorfeld, es ist uns „ernst“, dann läuft es. Wir tun tatsächlich etwa, denken nicht nur es wäre eine gute Idee.
Ok, Retreat, formelle Meditation zu Ende und nun……..
Spirituelle Praxis bedeutet also: ein lebenslanges Bestreben, aus der selbstzentrierten Enge auszusteigen und eine viel offenere und weitere innere Haltung einzunehmen – eine altruistische Perspektive, die möglichst viele oder gar alle Menschen, Lebewesen, Lebensformen mit einschließt. Wenn uns das Schritt für Schritt gelingen soll, brauchen wir viel, sehr viel Achtsamkeit, um uns immer wieder daran zu erinnern.
Versuchen eine formelle Praxis zu etablieren ist sicher hilfreich. Regelmäßig wäre gut, realistisch was Intensität/Zeit betrifft, geschickt eingebaut in unseren Tag, ohne zu hohe Erwartungen, hauptsächlich als Erinnerung an das was uns wichtig ist und, um unsere Geistesgegenwart zu unterstützen.
Den Kontakt zu Gruppen, Gleichgesinnten pflegen, regelmäßige Meditationsgruppen (das müssen nicht unbedingt unsere SeelengefährtInnen sein…)
Ja klar auch Retreats, Kurse besuchen, eventuell Selbstretreats machen.
Über Studium, Kontemplation, Auseinandersetzung mit Anschauungen, Lehren mit der Praxis, dem Weg im Kontakt bleiben.
Immer wieder Reflektion über die eigenen Prioritäten, die Motivation stärken
Zuflucht thematisieren, zu was nehmen wir Zuflucht (Smartphone, Kühlschrank, zur gegenwärtigen Erfahrung, Fernsehen, Shopping oder….) Zuflucht schafft Vertrauen.
Wir praktizieren Ethik, das ist das Fundament, wir versuchen vertrauenswürdig zu sein/werden.
Das alles ist sozusagen unser Training, das uns in unserem Leben, unserem Alltag nützlich sein soll. Unser gesamtes Leben ist unser Meditationsraum, da braucht es unsere Präsenz, unser Wach-sein, um unser Potential zu erkennen, zu leben.
Konstruktive Gelassenheit ist kein Selbstläufer. Sie wird aber möglich, wenn wir sie zusammen mit drei weiteren Haltungen einüben: Wohlwollen oder Güte, Freude und Mitgefühl.