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Lojong-Praxis- Geistestraining

Lojong, die Übungen des tibetischen Geistestrainings (Geistesschulung), ermöglichen es uns, eine starke und positive Einstellung in Bezug darauf zu bewahren, wie wir den Herausforderungen des Lebens entgegentreten. Indem wir unseren Geist trainieren, können wir jegliche negativen Umstände in eine Gelegenheit umwandeln, Liebe, Mitgefühl und Verständnis zu entwickeln.

Berzin Archives

 

Stolz und Vergleich als Ausdruck von Selbstzentriertheit versus die Wahrnehmung und Würdigung des Guten bei den anderen (statt vermeintlicher Defizite). Von Selbstzentriertheit zu Altruismus.

 

Sammelgedanken zum Thema Stolz/Vergleich

Worauf bin ich stolz?

- Wo steckt ICH drin? Wo investiere ich?

Wie bringe ich das ins Spiel um mich wichtig zu machen und andere abzuwerten?  

-        Dharma-Kenntnisse, Musik-Kenntnisse, überhaupt Wissen

-        Sehr schnelle Hilfsbereitschaft, Großzügigkeit, spirituelle Werte, jeweils unterschiedlich

-        Bei allem was mir wichtig ist (für meinen Selbstwert!?) vergleiche und manipuliere ich, bzw. gerate in Gefahr es zu tun.

-        Um diesen Automatismus außer Kraft zu setzen wäre es gut aufzuwachen im Prozess des Do-your-self.

Was sind typische Sätze, Situationen, die mich dahin bringen?

 

Meditation besteht einfach darin, uns so zu schulen, dass sich unser Geist und unser Körper in Übereinstimmung bringen lassen. Durch die Übung der Meditation können wir lernen, ohne Trug sowie ganz wahrhaft und lebendig zu sein.

Chögyam Trungpa Rinpoche

 

Würdigung, Wertschätzung, eigentlich positive Geistesqualitäten, können ins Zweifelhafte abrutschen je nach dem wie sie eingesetzt werden:

-        Kein Problem ich fahre dich hin.

-        Ich übernehme die Schicht.

-        Ich bezahle

-        Innerlich – Mann was hab ich Energie (Energie ist ewige Freude)

-        Ich melde mich freiwillig, schau mal auf die anderen…….

-        Heute bin ich ja mal wieder selbstlos, wow

-        Mama`s bester und dann Frust

-        Tolles Seminarhaus……

 

Herabsetzung, ich erhöhe mich in dem ich andere abwerte, herabsetze:

-        keiner kümmert sich um irgendetwas

-        alles muß ICH selber machen

-        die Lisi kann das gar nicht, aber der Piet

-        ich würde es ja machen, aber die Ruth…….

-        Selbstgerecht, Entrüstung – Ich habe recht

-        Meine Meinung ist die einzig richtige…..

 

Was hilft, Praxis, Auseinandersetzung mit dem Thema:

-        Wachheit, Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Gewahrsein

-        Reflektion, Kontemplation

-        Im Körper spüren, Kontakt aufnehmen zur gegenwärtigen Erfahrung

-        Vorsicht für Westler: Es braucht ein gesundes Selbstbewußtsein, im Kontakt sein und im Klaren sein über die eigenen Möglichkeiten, Eigenschaften, Grenzen.

-        Ich spüre eine Anfälligkeit bei dem Thema für: „Ich bin nichts, ich bin niemand“. Immer noch nicht befreit, erleuchtet, es braucht mehr Anstrengung, schleicht sich da nicht schon wieder Verlangen, Aversion ein?

-        Es braucht eine echte Wertschätzung, Würdigung unserer positiven, heilsamen Eigenschaften.

-        Mitfreude, Freude am eigenen und am Erfolg der anderen.

-        Wahrnehmen, genau hinschauen, spüren da ist nichts Festes, das ist leer, das sind alles auch Gebilde unserer Phantasie, wir müssen diese „Realität“, dieses „Ich bin“ ständig erschaffen, am Laufen halten.

-        Austausch ich schlüpfe in Deine Schuhe als Gegenmittel

 

Und wir sehen auch, dass wir ein Leben führen sollten, ohne unnötiges Leid zu verursachen – nicht nur gegenüber unseren Mitmenschen, sondern gegenüber allen Lebewesen. Wir sollten nicht engherzig sein oder andere ausnützen. Es gibt genug Schmerz in der Welt, wie wir sie kennen.

Gary Snyder

 

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