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Auf der Suche nach der richtigen Praxis

Was ist es für mich, Vipassana, Kundalini-Yoga, Sufi-Dancing, Zen, Herzensgebet oder …….Uns stehen endlose Angebote im spirituellen Supermarkt zur Verfügung, um einen Weg zu finden. Wofür entscheiden wir uns und warum? Manches spricht uns an, wie bilden wir uns ein Urteil, ob das ein „guter“ Weg ist? Wer hilft uns dabei, wem können wir vertrauen!?

Ausprobieren, testen, sich eine Chance geben. Nicht vorschnell urteilen, aber auch nicht unkritisch bleiben. Was sind meine Werte, finde ich die in dieser Praxis wieder, im Umgang der Menschen miteinander die auf diesem Weg sind. Wie sieht es aus mit Respekt, Mitgefühl, Freundlichkeit, Transparenz, Humor, Zugewandheit, Offenheit. Zu Anfang mag uns eine Praxis anziehen die sich an unsere Stärken richtet. Wir sind vielleicht talentiert was Sammlung, Konzentration angeht, oder kommen über unseren Körper in die Gegenwart und näher an unsere Gefühle oder unsere Neugier leitet uns mühelos ins offene Gewahrsein.

Wir sollten auf jeden Fall auch unserer Intuition, unserem Bauchgefühl vertrauen.

 

U Tejaniya hält nichts von ehrgeiziger spiritueller »Akrobatik« und warnt uns davor, zu meditativen Technokraten zu werden. Er verwechselt Erfahrung nicht mit Weisheit und weist auf die Gefahr der Verführung durch Emotionen und das Festhalten an falschen Verheißungen »spiritueller Annehmlichkeiten« wie innere Ruhe, Konzentration, Klarheit und  Freude, hin.

Steve Armstrong

 

Der Einstieg in eine spirituelle Praxis hat manchmal etwas Flitterwochenhaftes an sich, alles toll, die Lehrenden, die Mitmeditierer, das ganze Ambiente, wir schweben vielleicht durch die Tage (oder eventuell gar nicht….), den Schwung braucht es auch, wenn es holprig, schwierig wird, Hindernisse auftauchen (Müdigkeit, Unruhe, Langeweile, Ärger, Aversion, wildes Verlangen nach irgendetwas, Zweifel an uns und überhaupt an allem).

 

Und plötzlich weißt du es: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.

Meister Eckhart (1260 – 1328)

 

Immer wieder müssen wir uns fragen, was unsere Motivation ist, was uns wirklich wichtig ist, warum wir uns das alles zumuten. Dieser Schwung beschützt uns, macht uns Mut allmählich uns an unsere Grenzen heranzutasten, bekanntes Terrain zu verlassen, einen Blick ins Unbekannte zu werfen. Wir selbst (nicht das kleine ängstliche, defensive ICH, das vergeblich versucht der Welt seinen Willen, seine Vorstellungen aufzudrücken) wissen am besten was uns in eine heilsame Richtung bewegt und an welchen Orten wir schon unzählige Male vergeblich nach unserem Glück gesucht haben.

 

Du selbst bist dein Beschützer, du selbst bist deine eigene Zuflucht (…) Sei dir selbst eine Insel und Zuflucht, strebe vorwärts und entfalte die Weisheit. Befreie dich von allen täuschenden und quälenden Geisteselementen und überwinde so Entstehen und Vergehen.

Buddha

 

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