Bringt das wirklich was, frage ich mich nach 10 Minuten der ersten Meditationseinheit!? Knie und Rücken schmerzen, das ist doch sicher
gefährlich. Schau dir mal die da vorne an, sitzen auf dem Stuhl und wirken auch sonst nicht überzeugend.
Die anderen sitzen wie Statuen, ich kann das einfach nicht, falsche Methode, vielleicht lieber Sufi-Dancing oder Spirit-Aerobics, Wandern, surfen, irgendwas anderes weniger Schwieriges. Vielleicht ein anderes Mal, jetzt passt das einfach nicht.
Zweifel tauchen nur auf, wenn es unangenehm ist oder andere Erfahrungen gemacht !?
Ich bin voller Frieden und innerer Ruhe, der Geist weit und akzeptierend, bin ich da anfällig für Zweifel? Wohl eher nicht.
Zweifel lähmt uns bei der tatsächlich geübten Praxis. Es ist wichtig nachdem wir uns einer Erfahrung gestellt haben abzuklären, ob es uns auf dem Weg auf dem wir uns befinden weiterhilft, unterstützt.
Zweifel kann die schwierigste aller Hürden sein; denn wenn wir ihm anheimfallen, ist unsere Praxis völlig blockiert, und wir fühlen uns wie gelähmt.
Jack Kornfield – Frag den Buddha
Wieder mal erkennen, benennen, feststellen welche Gedanken den Zweifel befördern, welche Körpergefühle uns verunsichern. Wie können wir den Zweifel auseinander nehmen und untersuchen, ihn verstehen und daraus lernen? Unerkannt verwirrt, entkräftigt er uns, lässt uns verzagen.
Zusätzlich zur formellen Praxis ist es wertvoll uns zu inspirieren, kritisch nachzufragen, damit wie klar haben was wir warum tun, üben. Auf jeder Stufe des spirituellen Wegs braucht es den kritischen Geist, der sieht, ob die Übung mit unseren Werten, unserem gesamten Lebensweg harmoniert.
Der große Zweifel ist das Bedürfnis Fragen nachzugehen wie: Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Hierseins? Was ist Befreiung? Wie beende ich mein Leiden und das das Leiden der Welt?
Früher oder später werden sie gezwungen sein, sich hinzusetzen, über ihr Leben nachzudenken und sich zu fragen, wer sie sind und wo auf der Lebensreise- ihrer Lebensreise – der Sinn liegt.
Warum haben wir oft Mühe mit Vertrauen? Dafür gibt es verschiedene Gründe. Unserer Gesellschaft steckt tatsächlich in einer tiefen Vertrauenskrise. Im Zeitalter der Information und der Medien werden wir fast überall und ununterbrochen mit Anreizen jeder nur denkbaren Art bombardiert. Ein Resultat ist der Verlust unserer Fähigkeit zu empfangen, zu lauschen und zu spüren, was richtig ist und was für uns selbst stimmt.
Fred von Allmen – Mit Buddhas Augen sehen